AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN IDENTITÄT.
BULGARISCHE LITERATUR IM UMBRUCH

Wenzeslav Konstantinov


      In seiner Autobiographie "Die gerettete Zunge" schrieb Elias Canetti über den Heimatort: "Rustschuk, an der unteren Donau, wo ich zur Welt kam, war eine wunderbare Stadt für ein Kind, und wenn ich sage, dass sie in Bulgarien liegt, gebe ich eine unzulängliche Vorstellung von ihr, denn es lebten dort Menschen der verschiedensten Herkunft, an einem Tag konnte man sieben oder acht Sprachen hören. Ausser den Bulgaren, die oft vom Lande kamen, gab es noch viele Türken, die ein eigenes Viertel bewohnten, und an dieses angrenzend lag das Viertel der Spaniolen, das unsere. Es gab Griechen, Albaneser, Armenier, Zigeuner. Vom gegenüberliegenden Ufer der Donau kamen Rumänen... Es gab, vereinzelt, auch Russen." Und dann: "Die übrige Welt hiess dort Europa, und wenn jemand die Donau hinauf nach Wien fuhr, sagte man, er fährt nach Europa, Europa begann dort, wo das türkische Reich einmal geendet hatte."

      Mit der Beschreibung der bulgarischen Donaustadt gibt Elias Canetti ein ziemlich genaues Bild von der ethnischen und gesellschaftlichen Struktur des Landes um die Jahrhundertwende. An einem geographischen und kulturellen Scheideweg auf dem Balkan liegend, wurde Bulgarien in seinem geschichtlichen Werdegang vom sprach- und konfessionsverwandten Russland immer nach dem orthodoxen Orient gezogen, doch innerlich strebte es nach dem verruchten Westen, nach Europa und dem zivilisierten Abendland. In diesem Spannungsfeld zwischen östlicher vita contemplativa und westlicher vita activa entfaltete sich die geistige Kultur Bulgariens.

      Über die Wasserstrassen des Schwarzen Meers und der Donau konnte der wissbegierige Bulgare schon im 19. Jahrhundert sowohl Odessa als auch Wien erreichen - und von Wien war es nur noch ein kurzer Weg nach Deutschland, der Schweiz, Italien und Frankreich. So konnte mein Grossvater um das Fin de siècle Philosophie in Jena und Zürich studieren - durch ihn erfuhr ich zum ersten Mal von dem Geschichtsprofessor Friedrich Schiller und vom Apfelschuss. Mein Vater erlernte Musiktheorie in Dresden und Leipzig in den 30er Jahren - er erzählte mir von Auerbachs Keller: "Mein Leipzig lob ich mir. Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute", pflegte er mit Goethe zu sagen. Meine Mutter dagegen liebte Düsseldorf und den ruhig fliessenden Rhein - sie sang und spielte gern Lieder nach Heines Texten: "Ich weiss nicht was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin", bekam ich oft zu hören, obwohl sie selten traurig war. Also - um beim deutschen Beispiel zu bleiben - Wilhelm Tell, Faust und Lorelei: sie waren Sinnbilder europäischer Kultur. Europa war ein Traum für die, die es noch nicht kannten, und ein Vorbild für jene, die dort bereits studiert oder gar gelebt hatten.

      Ich selbst konnte Europa nicht einmal kennenlernen, geschweige denn dort studieren. Meine Generation musste in einem kommunistischen Bulgarien leben und weben. Dies bedeutete für mich ein unbefristetes Publikations- und Reiseverbot, denn ich entstammte einer demokratisch gesinnten Familie, übersetzte in meiner "Weltflucht" Kafka, Hesse, Frisch, Dürrenmatt, Böll, Enzensberger - lauter unerwünschte "bürgerliche" Autoren - und es hatte seine Folgen: der Traum von Europa wurde zum Trauma und Alptraum. Erst später entdeckte ich bei Ernst Bloch einen Satz, der mir und meiner Generation zu gelten schien: "Wird eine Zeit als schlechthin feindlich empfunden und scheint dem Menschen, der sich als höher vorkommt, kein Platz in ihr zu sein, dann entsteht Einsamkeit als Glück der Flucht, als Asyl."



      IM ZEICHEN DER ENTMÜNDIGUNG


      Das literarische Leben Bulgariens seit dem Erlangen der nationalen Unabhängigkeit im Jahre 1878 hatte sich voller Widersprüchen entfaltet. Es wurde durch die verschiedensten kulturellen Einwirkungen geprägt und verlief sprunghaft und chaotisch, jedoch durchaus normal. Denn Bulgarien, wie auch alle Balkanländer, die mehrere Jahrhunderte lang unter osmanischer Herrschaft gestanden hatten, war von der geistigen Entwicklung Europas zurückgeblieben und es gab Vieles nachzuholen. Daher bildeten sich meistens gleichzeitig mehrere Kunstströmungen aus, die einander durchdrangen und ästhetisch befruchteten - von der national-patriotischen und sozial-revolutionären Richtung bis zum französisch geprägten Symbolismus, russisch gefärbten Imaginismus und dem Linksexpressionismus deutscher Prägung. Gerade diese bunte Vielfalt, die der freien Entwicklung der kulturellen Bedürfnisse im Lande entsprach, machte die Eigenart der neubulgarischen Literatur aus und verlieh ihr eine Identität im Rahmen des europäischen Ganzen.

      Diese sollte allerdings nur bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges bestehen.

      Am 5. September 1944 erklärte die Sowjetunion Bulgarien den Krieg und drei Tage danach marschierte die Rote Armee ins Land ein. Unter deren Schutz nahmen Partisanen die Hauptstadt ein und bildeten unverzüglich eine sogenannte "Regierung der Vaterländischen Front", in der die Kommunisten zunächst zwei Jahre lang nur eine Minderheit darstellten. Um ihre Macht zu festigen, entfachten sie einen "roten Terror" nach bolschewistischem Vorbild. Verhaftet und grausam ermordet wurden etwa 140.000 Menschen - Bauer auf dem Lande, Staatsbeamte, reiche Handelsleute, Professoren, Geistliche sowie viele Künstler, Journalisten und Schriftsteller. Durch die Präsenz sowjetischer Truppen unterstützt, zerschlugen die Kommunisten 1947 die sogenannten "konterrevolutionären Gruppierungen" im Lande. Die Opposition wurde abgeschafft, Volksabgeordnete wurden in Schauprozessen "verurteilt" und hingerichtet.

      Auf diesem Weg wurde die Bulgarische Kommunistische Partei alleinregierend, sie verwandelte sich in eine Staatspartei, die ihrerseits den Staat nach sowjetischem Modell in einen Parteistaat mit allen Merkmalen eines mittelalterlichen Kirchenstaates verwandelte. Die neue Staatsreligion hiess "Marxismus-Leninismus". In Bulgarien hatte sie schon vor langem Fuss gefasst - ein Grund dafür lag darin, dass die orthodoxe Konfession byzantinischer Prägung, aus deren Praxis die bolschewistische Partei Lenins entstanden war, sowohl in Russland als auch in Bulgarien vorherrschte. Die Sprachverwandtschaft und die gemeinsame kyrillische Schrift sowie die traditionelle Russophilie der Bulgaren hatten dazu beigetragen, dass russische Bücher von Volksinteligenzlern als eine Art Offenbarung aufgenommen wurden. Man glaubte an Lenin wie an einen religiösen Propheten; und Stalin, dessen heiliges Bild in keinem proletarischen Haus fehlen durfte, war für die Massen der neue Messias, der allmächtige Erlöser von den Nöten des irdischen Daseins, der alles Geschriebene zu vollbringen hatte. Es war auch ein eschatologisches Ziel da, "ein geheimnisvoll Gemeinsames in der Ferne" (so Elias Canetti in "Masse und Macht"): die kommunistische klassenlose Gesellschaft. So wurden die Partei und ihr Führer, der Gensek (Generalsekretär) sakralisiert, für unfehlbar und unanfechtbar erklärt. (Ein bulgarischer Dichter, Christo Radewski (geb. 1903), widmete schon in den 20er Jahren seiner heiligen kommunistischen Partei eine Ode, in der es hiess: "Ich weiss, ich glaube, du bist sogar dann im Recht, auch wenn du sündigst.")

      Unter diesen Umständen begann in Bulgarien auf sowjetische Weisung "der Aufbau der Grundlagen des Sozialismus". Die Partei wollte es in absehbarer Zeit mit Hilfe der Diktatur des Proletariats erzwingen. Während des 5. Parteitags 1948 verkündigte der Gensek Georgi Dimitroff: "Es muss durch die Industrialisierung und Elektrifizierung des Landes und Mechanisierung des Ackerbaus in fünfzehn bis zwanzig Jahren das erreicht werden, was andere Länder unter anderen Verhältnissen in einem ganzen Jahrhundert erreicht haben." Um dies zu verwirklichen, brauchte die Partei jedoch die uneingeschränkte und nachhaltige Unterstützung durch Kunst und insbesondere durch Literatur. Aufgrund eines fast religiösen Glaubens an die Macht des Wortes war der frischgebackene Parteiapparatschik fest davon überzeugt, dass literarische Werke Regierungen an die Macht bringen oder sie stürzen könnten. Daher wurde man als Schriftsteller in Bulgarien sehr ernst genommen. Schon 1945 hatte Dimitroff in einem Brief aus Moskau an den Bulgarischen Schriftstellerverband dessen neue Aufgaben umrissen: "Jetzt eröffnen sich vor unseren Schriftstellern die günstigsten Möglichkeiten für ihr Schaffen. Denn unser Volk braucht eine wahrhaftige, volksverbundene Literatur wie das Brot und die Luft; es braucht eine Literatur, die zur Ergebenheit und Liebe zum Volk und zur Heimat erzieht, den Hass gegen den Faschismus und alle Volksfeinde entfacht sowie das Gefühl der internationalen Solidarität und der ewigen Freundschaft mit unserem Befreier, dem grossen Sowjetvolk, ausbildet."

      Für die kommunistische Partei war also Literatur eine Waffe in ihrem Kampf gegen die "Volksfeinde" und die sogenannten "bürgerlichen Überbleibsel" in der bulgarischen Gesellschaft - Literatur war die Fortsetzung ihrer Politik. Bedenkt man den Ausspruch des preussischen Generals von Clausewitz, Krieg sei die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, kommt man zur Schlussfolgerung, dass im Kommunismus Literatur und Krieg gleichgestellt wurden. Dem sozialistischen Schriftsteller galten demnach nicht Kunst-, sondern Kriegsregeln; er konnte kein freier Schaffender mehr sein, sondern bloss ein Waffenschmied, ein Söldner der Partei, der durch seine "geistige Arbeit" Gewalt ausüben sollte. Nach dem berühmten Ausspruch Stalins wurde dem Schriftsteller die Funktion eines "Ingenieurs der menschlichen Seele" zugewiesen, der die sozialistisch Ungläubigen durch Bewusstseinsumbastelung zu bessern und zu bekehren hatte. Selbst entmündigt, sollte der Schreibende, nunmehr "Tätiger an der literarischen Front" genannt, dem Volke gegenüber die Rolle eines geistlichen Beistandes übernehmen.

      Der vorgezeichneten "ideologischen Erziehung" des bulgarischen Volkes entsprechend, erhob der 5. Parteitag den sogenannten "sozialistischen Realismus" zur Grundrichtung auf dem Gebiet von Kunst und Literatur. (Dieser aus der Sowjetunion importierte, schon in den 30er Jahren quasiwissenschaftlich entwickelte Kunststil hatte die historische und die gegenwärtige Wirklichkeit so darzustellen, dass das positive Wirken des Sozialismus als Prinzip der neuen Gesellschaftsordnung und als Zukunftsperspektive hervortreten sollte). Dann entfachte man eine Hexenjagd gegen die "Verfallserscheinungen in der neuen Literatur". Die kleinste Abweichung vom "sozialistischen Realismus" wurde als "Formalismus", oder "Idealismus", "Subjektivismus" oder "Objektivismus", "Ästhetizismus" oder "Apolitismus" - je nach den Umständen - angeprangert und verfolgt. Linientreue Literaturtheoretiker teilten, "wissenschaftlich begründet", alle bulgarischen Schriftsteller peinlich genau in "bürgerliche" und "proletarische" ein. Es wurde besonders die sogenannte "ideologische Diversion" bekämpft; dazu rechnete man jegliche Stellungnahmen zu philosophischen und religiösen Fragen in Werken nichtmarxistischer Schriftsteller - sie wurden von indoktrinierten Literaturkritikern in Buchbesprechungen meistens als existentialistisch "demaskiert". Dies konnte für Autor und Verlagslektor schlimme Folgen haben: vom Publikationsverbot bis zur Ausweisung und Einlieferung ins KZ. In der Diktatur galten strengste Kontrolle und milde Bevorzugung. Die Partei ging dabei von hart bis zart vor - das nannte man "Kulturrevolution". Eine bedeutende Rolle in diesem grausamen Gesellschaftstheater, wo der Ideengehalt eines Gedichtes viel wichtiger war als sein ästhetischer Wert und erlernbares poetisches Handwerk über die geniale Intuition gestellt wurde, spielten die vom Staat gestifteten Literaturpreise.

      So sah sich die bereits vielseitig entwickelte bulgarische Literatur über Nacht zu einer Dienerin der Partei degradiert. Sie stöhnte unter dem Druck von Verboten und Parteidirektiven, Zensur und Selbstzensur, insbesondere aber unter der Unmöglichkeit, mit dem sogenannten Westen, will sagen Europa, zu kommunizieren. Das nunmehr von der ideologischen Propaganda gesteuerte Bild des Abendlandes wurde stark verzerrt: man übersah seine "technischen Errungenschaften" zwar nicht, es wurde jedoch darauf gepocht, dass der Westen ein Reich der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen sei. Daher wurde das Wort "prowestlich" zu einer gefährlichen politischen Einschätzung mit der Bedeutung von Antisowjetismus und Antikommunismus. (In den 50er Jahren konnte man in Bulgarien von der Schule fliegen, wenn man enge Hosen trug, wie sie im Westen gerade modern waren, denn das galt als ideologische Abweichung.)

      Unter diesen Verhältnissen veränderte sich auch die Aneignung der Weltliteratur in Bulgarien. Friedrich Schiller z.B. galt der marxistisch-leninistischen Doktrin als "subjektiver Idealist" und Anhänger des "bürgerlichen Philosophen" Immanuel Kant. Infolgedessen wurden seine poetischen Visionen in den ersten Jahren der "Kulturrevolution" als "schädlich" gebrandmarkt. Gegen den "Idealisten" Schiller spielte man den "Materialisten" Goethe ideologisch aus und seine Werke durften problemlos erscheinen. Eine Reihe westlicher Autoren wurden tabuisiert; auf dem kommunistischen "Index librorum prohibitorum" standen die Namen von James Joyce, Marcel Proust und Franz Kafka, von Knut Hamsun, Gottfried Benn und Ernst Jünger (wegen ihrer Sympathie zum Nationalsozialismus), und sogar die Namen der Lyriker Rainer Maria Rilke, Arthur Rimbaud und Giacomo Leopardi. Sie alle galten als Vertreter der "bürgerlichen Dekadenz" und mussten erst Jahrzehnte später von jüngeren Übersetzern für das bulgarische Lesepublikum neuentdeckt und erkämpft werden.

      Denn für die politische Propaganda war nicht nur die Wirtschaft, sondern auch der Kulturbetrieb des Abendlandes durch ideologische Institutionen gesteuert worden. (Man übertrug die eigene Praxis auf die kapitalistische Welt, jedoch mit umgekehrtem Vorzeichen.) Demgemäss könnte kein westlicher Autor frei aussagen, was ihm am Herz läge, sondern nur das, was man von ihm abverlangt hätte, dafür würde er auch bezahlt. In manchen Literaturwerken seien jedoch auch fortschrittliche Gedanken festzustellen, weil viele Schriftsteller im Grunde auf der Seite des Volkes stünden und versuchten, die eigenen Ansichten durch das Nadelöhr der bürgerlichen Zensur zu schmuggeln. Deswegen seien Werke, welche die kapitalistische Lebensweise kritisch-realistisch widerspiegelten, dem bulgarischen Volke näherzubringen. Dies entspräche der humanistischen Kulturpolitik der Partei. Jedoch die Bücher abendländischer Autoren wurden durch die verängstigten Verlagslektoren, deren innere Zensur strenger als die offizielle sein musste, sorgfältig geprüft, von "schädlichen" Stellen "gesäubert" und, wenn nötig, durch Änderungen und Zufügungen "berichtigt". Ein solches Verfahren galt als "parteiliches und volksverbundenes Herangehen an westliches Kulturgut".

      Die einzige Fremdliteratur, die im kommunistischen Bulgarien ohne Einschränkung erscheinen konnte, war die sowjetische. Sie war von grosser Hilfe für die zwanghafte Durchsetzung des "sozialistischen Realismus". In Massenauflagen kamen Werke heraus, welche die siegreiche Rote Armee und ihren Oberbefehlshaber, den Generalissimus Josef Stalin, glorifizierten, die Partisanen als kristallreine Heilige darstellten und das prächtige Heldentum des "neuen Sowjetmenschen" hochpriesen. Die Sowjetliteratur sollte als Vorbild wirken "für die literarische Gestaltung bislang in Bulgarien unbekannter gesellschaftlicher Vorgänge und neuer Helden, die sich im Kampf um die revolutionäre Erneuerung des Lebens und beim sozialistischen Aufbau bewährten". (So die offizielle Einschätzung.) Der eigentliche Zweck dieser umfangreichen und oft belanglosen literarischen Produktion war es, moderne Mythen zu schaffen, die den durch Terror und Diktatur verängstigten "sozialistischen Menschen" zu einer neuen Zuversicht bringen sollten.

      Der sogenannte "Prozess der literarischen Neubewertung" nach der Durchführung der "Sozialistischen Revolution" sollte einen neuen kultureller Anfang bedeuten. Er führte jedoch zur geistigen Isolation Bulgariens von Europa. Durch die ideologische Steuerung bei der Erschliessung von Werken der Weltliteratur wurde das natürliche Spannungsfeld der Einflüsse auf die erst vor sieben Jahrzehnten entstandene neubulgarische Literatur zerstört. Nunmehr galt ausschliesslich die Einwirkung durch die russische Kultur, und zwar in ihrer indoktrinierten sowjetischen Prägung. Es ist daher kein Wunder, dass unter der kommunistischen Herrschaft die bulgarische Literatur ihre einst so mühevoll gewonnene Identität allmählich verlor. Die erzwungene Einseitigkeit führte zu einer geistigen Lähmung und zu einer vorprogrammierten Provinzialität, deren Ausmass erst heute, nach dem politischen Umbruch im Lande, zu bewerten ist.



      DIE VERLORENEN GENERATIONEN


      Wer sich im sozialistischen Bulgarien literarisch betätigen wollte, musste nolens volens mit dem Regime kollaborieren. Jedes geschriebene Wort, das von der Zensur zugelassen wurde, diente zur Fassadenverzierung der Diktatur. Die Partei behandelte die "Kulturschaffenden" nach der evangelischen Regel: "Wer nicht mit uns ist, der ist gegen uns." Man war ja schon ein Politikum, wenn man sich der Politisierung verweigerte. Für die Schreibenden galt es also: sich anpassen oder von der Literaturszene verschwinden.

      Die Formen der Anpassung waren zwar vielfältig, sie alle entwickelten sich jedoch nach einem Schema: Damit man von der Parteimacht, die man durchschaut, abgelehnt und lange gefürchtet hatte, sich nicht mehr verwunden liess, schloss man endlich mit ihr eine Art von Pakt; man näherte sich der Partei und betrog sich so lange über sie, bis man imstande war, ihr zu schmeicheln und mit ihr zu kollaborieren; es gelang einem auf diese Weise, den grössten Teil seiner Angst vor der Parteimacht zu verdrängen und sich mit ihr sogar gleichzusetzen.

      Die um die Jahrhundertwende Geborenen waren mit der kommunistischen Machtergreifung in einem Alter konfrontiert worden, in dem sie ihre Leistungen entweder schon vollbracht hatten oder auf dem besten Weg dazu gewesen waren. Nur wenige von ihnen konnten sich unter den erdrückenden politischen und kulturellen Verhältnissen künstlerisch durchsetzen, und zwar um einen zu hohen Preis.

      Die Dichterinnen Dora Gabe (1888-1983) und Elisaweta Bagrjana (1893-1991) mussten "den Sieg des Volkes" und "den Kampf um den Frieden" besingen, um literarisch überleben zu können. Der Romanschriftsteller Dimitar Talew (1898-1966) wollte sich zuerst nicht beugen und hatte mehrere Jahre im KZ zu verbringen; danach musste er öffentlich erklären, der "sozialistische Realismus" habe ihm gestattet, in einer Zeit tiefer, allseitiger Umwälzungen mit seinem Schaffen seinem Volke nahe zu sein; er würde sogar auf den ewigen Ruhm eines Homer verzichten, wenn er dafür seinem Volke fernstehen müsste.

      Der Lyriker Nikola Furnadshiew (1903-1968), ein ehemaliger Imaginist, pries nun die Partei in Oden hoch und verarbeitete Reiseeindrücke zu Gedichte, in denen er den Kampf gegen die "Konterrevolution" 1956 in Ungarn besang oder seine Verehrung zur Sowjetunion bekundete. Der Erzähler Emiljan Stanew (1907-1979) ging mit dem Gensek Todor Shiwkow zusammen auf die Jagd, um seine Linientreue zu bestätigen.

      Dimitar Dimow (1909-1966) musste auf parteiliche Weisung seinen Roman "Tabak" (1951) gründlich "bearbeiten" und in einer zweiten, allerdings misslungenen Fassung (1953) die Figur einer kommunistischen Partisanin einführen; dabei hatte er zu bekennen, wie sehr das zielstrebige, mit wissenschaftlicher Akribie betriebene Studium der marxistischen Philosophie ihm geholfen habe, sich eine "bestimmte und klare Arbeitsmethode, diese des sozialistischen Realismus" anzueignen.

      Viele Schriftsteller der älteren Generation, wie z.B. Nikolai Liliew (1885-1960), Nikolai Rainow (1889-1954), Stojan Sagortschinow (1889-1969), Konstantin Konstantinow (1890-1970), Konstantin Petkanow (1891-1952), Swetoslaw Minkow (1902-1966), Fani Popowa-Mutafowa (1902-1977) oder Atanas Daltschew (1904-1978), konnten sich nicht anpassen und mussten auf lange Zeit oder für immer verstummen.

      Die Generation der um 1920 Geborenen, die den politischen Umsturz als junge Leute erlebt hatten, brachte sehr interessante und widerspruchsvolle Namen hervor. Viele unter ihnen waren von der kommunistischen Idee ergriffen und begeisterten sich aufrichtig für eine neue, gerechtere Zukunft. Die meisten sollten allerdings schwere Enttäuschungen erleben, die nicht alle verkraften konnten, so z.B. der Lyriker Iwan Pejtschew (1916-1976), der dem Alkoholismus verfiel und sich daraufhin das Leben nahm, oder der Partisanendichter und Politkommissar Wesselin Andreew (1918-1992), der nach dem demokratischen Umbruch seine Partei verdammte und einen spektakulären Selbstmord beging.

      Der Dichter und Dramatiker Waleri Petrow (geb. 1920) stand zwar kritisch zu den in den 50er Jahren sogenannten "Erscheinungen von Dogmatismus im gesellschaftlichen und geistigen Leben, von Schematismus und vulgärsoziologischer Vereinfachung der künstlerischen Widerspiegelung, von paradehaftem Pseudooptimismus, nacktem Illustrieren und abstraktem Moralisieren", trotzdem aber hielt er an seiner kommunistische Partei fest, bejahte ihre Macht und fühlte sich als Kulturschaffender wie ein siamesischer Zwilling mit ihr verwachsen.

      Die Lyrikerin und Romanschriftstellerin Blaga Dimitrowa (geb. 1922) begann mit "Gedichten von dem Führer", wobei der bulgarische Parteiführer Georgi Dimitroff, der "Held von Leipzig", gemeint war. In der Folgezeit jedoch entwickelte sie einen eigenen lyrischen Ton, der sich vom "Aufbaupathos" deutlich unterschied. Im Laufe der Jahre distanzierte sie sich von der Partei, wurde zu einer führenden Figur in der Dissidentenbewegung der 80er Jahren, die im "Klub für Glassnost und Perestrojka" wurzelte, und wurde schliesslich als Kandidatin der demokratischen Opposition 1992 zur Vizepräsidentin Bulgariens gewählt. Radoj Ralin (geb.1923), der mit lyrischen Gedichten angefangen hatte, wurde mit der Zeit zu einem gefürchteten Satiriker: manche regierende Häupter dürften bisweilen schlaflose Nächte wegen seiner beissenden Versen gehabt haben. Einen anderen Weg ging der Dichter und Dramatiker Georgi Dshagarow (geb. 1925): er verfiel der Verlockung der Macht, übernahm verantwortungsvolle Parteifunktionen und wurde Mitglied des Politbüros, um als Vorsitzender des Schriftstellerverbandes seine renitenten Kollegen repressieren zu können.

      Die durch die offizielle Literaturkritik so bezeichnete "April-Generation" (benannt nach dem Plenum des ZK der Bulgarischen Kommunistischen Partei im April 1956), erhielt in der "Tauwetterperiode" nach dem Tod Stalins 1953 und der Abrechnung mit dem Personenkult ein wenig mehr Freiheit für kritische Aussagen. Man orientierte sich an modernen russischen Dichtern wie Jewtuschenko und Wosnesenski und schrieb Gedichte, erfüllt von "kritischem Pathos", so z.B. der frühverstorbene Lyriker Wladimir Baschew (1935-1967) oder Ljubomir Lewtschew (geb. 1935), der "aus der inneren Gespaltenheit den poetischen Funken schlug" (so die Literaturkritik), was ihn allerdings nicht hinderte, ebenfalls Mitglied des ZK der Partei zu werden und die Repressionstätigkeit seines Vorgängers Dshagarow fortzuführen. Eine Reihe von Vertretern der "April-Generation" begingen Selbstmord, so z.B. der Literaturtheoretiker Minko Nikolow (1929-1967), der Aufbaudichter Penjo Penew (1930-1959), oder der Lyriker Christo Bankowski (1937-1976), denn sie konnten die Diskrepanz zwischen kommunistischem Sein und Schein nicht verkraften.

      Die um 1940 Geborenen, die den Umsturz als Kinder erlebt hatten, zählen heutzutage zur sogenannten "Sandwich-Generation". Ihre Vertreter waren während der kommunistischen Machtergreifung noch zu jung, um sich für eine totalitäre Illusion begeistern zu können und dadurch doch etwas Grösseres zu leisten; nach dem demokratischen Umbruch aber waren die meisten bereits zu verbraucht und ermüdet, um einen neuen Anfang zu wagen. Ein bedeutender Autor unter ihnen ist der Romanschriftsteller und Essayist Dimitar Korudshiew (geb. 1940), der sich mit seiner engagierten Haltung während des Demokratisierungsprozesses einen Namen gemacht hat.

      Die um 1960 Geborenen, die nur die Verfallsphase des Sozialismus kennen, tragen in sich die Hoffnung auf Erlösung von der jahrzehntelang andauernden Stagnation in der neubulgarischen Literatur. Die bedeutendste Erscheinung unter ihnen, die Lyrikerin Petja Dubarewa (1964-1981), beging allerdings noch vor dem Umbruch Selbstmord. Diese Generation, zu der noch der Erzähler Wiktor Paskow (geb. 1958), der satirische Dichter Boiko Lambowski (geb. 1960) und die Lyrikerin Mirela Iwanowa (geb. 1962) gehören, sieht schon das Licht im Tunnel.



      DAS LICHT IM TUNNEL


      Im Herbst 1989 wurde der Generalsekretär der Bulgarischen Kommunistischen Partei Todor Shivkov im Ergebnis eines Putsches im Politbüro gestürzt. Dies leitete eine stürmische politische Entwicklung im Lande ein, es kam zu den ersten freien Wahlen seit fünfundvierzig Jahren und denen zufolge mussten die Kommunisten ihre Alleinherrschaft einbüssen. Eine neue literarische Entwicklung konnte beginnen.

      Die in Bulgarien des Sozialismus geschriebene Literatur war trotz des ideologischen Zwanges und trotz der Anpassungshaltung vieler Schriftsteller alles andere als Makulatur, sieht man von einigen Kuriositäten ab, die in ein zeitgeschichtliches Museum gehörten. Diese Literatur war im grossen und ganzen niemals identisch mit der Kulturpolitik der Partei. Sie wurde von einem oft unbewussten Streben nach weiteren, demokratischeren Horizonten getragen. Sie hatte zwar ihre legitimen und vorbildlichen Repräsentanten, aber sie entwickelte sich in der Isolation, ihre geistigen Traditionen sowie ihre Beziehung zur europäischen Kultur waren abgebrochen. In der kommunistischen Diktatur entstand keine einzige Kunstströmung, keine literarische Schule. Es gab eine Anzahl von guten Gedichten, Erzählungen und Theaterstücken, dies war aber nicht bulgarische Literatur, sondern es waren bloss Werke, die in Bulgarien von Bulgaren erschaffen worden waren.

      Nach dem demokratischen Umbruch galt es als erstes, die kommunistischen Tabus zu durchbrechen und die neugewonnene Lese- und Publikationsfreiheit voll auszukosten. Die früher verbotene dissidente Literatur fand grosse Verbreitung. Es erschien z.B. in zweiter Auflage das vormals von den Buchhandlungen eingezogene Buch "Der Faschismus" von Shelju Shelev, dem ehemaligen Oppositionsführer und ersten Präsidenten der neuen Republik. Noch vor der Wende war zwar viel an dissidenter Literatur aus der im Zeichen von Glassnost und Perestrojka stehender Sowjetunion gekommen, die kommunistische Macht in Bulgarien hatte jedoch zum ersten Mal auch sowjetische Druckschriften unter Zensur zu stellen. Aufschlussreich war damals der Fall des Lyrikers Eftim Eftimow, der Chefredakteur der Zeitung "Literaturen Front" war, eines der Organe des gleichgeschalteten Schriftstellerverbandes. Ende 1987 musste er von seinem Posten abtreten, weil er den sogenannten "Schaum der sowjetischen Presse" über mehrere Nummern abgedruckt habe. Mit "Schaum" hatten die Kulturbehörden Perestrojka-Artikel aus den russischen Zeitschriften "Nowi Mir" und "Literaturnaja Gasetta" gemeint.

      Im posttotalitären Bulgarien wimmelt es nun von neuen Veröffentlichungen. Viele literarische Zeitungen und Journale schiessen aus dem Boden: manche tragen die Namen von einst untersagten Zeitschriften wie "Hyperion" und "Now Zlatorog", andere heissen bedeutungslos "Swep" und "Nawa", oder vieldeutig "Most" (Brücke) und "Glass" (Stimme). Diese beiden konnten allerdings noch im letzten Jahr der Diktatur erscheinen. Es sind übrigens die ersten vom Staat unabhängigen Literaturzeitschriften in Bulgarien. "Most" hat sich schon vor dem Umbruch als Forum für Autoren verstanden, die sonst nicht veröffentlichen könnten. In "Glass" hingegen sind neben Übersetzungen von Anna Achmatowa auch Aufsätze zur Inflation in Bulgarien zu finden.

      Sehr rege ist heutzutage das Interesse für essayistische Literatur sowie für kritische Erinnerungen an die vergangene Zeit. Es hat eine richtige Memoiren-Welle den bereits freien Buchmarkt in Bulgarien überflutet: "Die Dornenkrone" gibt das Leben des vorletzten bulgarischen Zaren Boris des Dritten wieder, und zwar aus der eigenen Sicht des Autors, dessen Vater einst im Hof tätig war; "Gespräche mit Burow" erfassen die Erinnerungen eines ehemaligen Ministers, der von den Kommunisten ins Gefängnis eingeliefert wurde und dort gestorben ist; "Im Kabinett von Todor Shiwkow" ist auch eine Neuerscheinung, in der der Alltag des letzten kommunistischen Gensek aus der Sicht seines Sekretärs geschildert wird.

      Besonderer Popularität erfreuen sich die Erzählungen eines Wiktor Paskows sowie auch sein Roman "Deutschland, ein schmutziges Märchen", der vorwiegend in der Ex-DDR spielt. Romantik und Ironie, Satire und gehobenes Gefühl wirken bei ihm zusammen. Unter den jüngeren Lesern hat sich der Dichter Boiko Lambowski einen Namen gemacht. Seine Lyrik hat nichts mit dem zu tun, was früher "sozialistischer Realismus" hiess. Seine Poesie ist hässlich wie die neue Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit kann ein Poet nicht besingen, in ihr und über sie kann er nur lallen, irrereden, bellen und kotzen; für ihn gibt es keine "Flucht in die Einsamkeit" mehr, kein "Arkadien", keine platonische Liebe, keinen Enthusiasmus. Die Poesie von Boiko Lambowski ist keine Poesie des Protestes; sie fordert nichts, sie vermittelt keine Botschaft, sie erhebt keine Ansprüche; sie will eine Momentaufnahme der bulgarischen Ödnis sein, und sie ist es. Da ist aber auch die immanente Gegenwart von Kultur in Form von Anspielungen, Reminiszenzen, Zitaten aus dem europäischen Erbe, das Bewusstsein vom Werk, das jedoch seine Spontaneität nicht beeinträchtigt, die Äquilibristik zwischen ironischem Pathos und lyrischem Höhenflug.

      Die Zeiten sind so, dass vielen bulgarischen Schriftstellern Leben jetzt wichtiger ist als Schreiben. Denn die Ebenen Leben und Schreiben waren vormals grotesk auseinandergeraten. Ihre Bücher werden auch nicht mehr so einfach verlegt und verkauft wie früher. Die Verlage werden privatisiert und wollen Profit machen, es scheint, als ob zwischen Autor und Leser nun statt der Partei die marktwirtschaftliche Verteilung getreten ist, mit dem gleichen, verheerenden Ergebnis. Die Zensur, sowohl die politische als auch die moralische, ist verschwunden. Es wird in Bulgarien jetzt auch die Erotik entdeckt, die Pornographie, der harte Krimi. Auf den Strassen werden die ersten bulgarischen Sexmagazine verkauft. Neben Erotika richtet sich das verstärkte Interesse vor allem auf Bücher über Astrologie, Numerologie und andere esoterische Lehren. Auch hier hat die westliche Kulturindustrie Vorrang.

      Die literarische Entwicklung im posttotalitären Bulgarien ist also mit der Erstellung eines neuen, möglichst differenzierten Bildes des Abendlandes verbunden. In Krisenzeiten hatte die bulgarische Vorstellung von Europa und dem Westen immer wieder an idyllischen Zügen gewonnen. Dies ist auf die gestörten Lebensverhältnisse und das menschliche Bedürfnis nach Identitätsfindung gegenüber fremder Herrschaft, Staatsgewalt und Parteiapparat zurückzuführen.

      Im heutigen Bulgarien ist nun das Problem der Zugehörigkeit des Landes zum "Pulverfass" Balkan mit dem Bedürfnis nach einer europäischen Identität verbunden. Nach dem Philosophen Shelju Shelev ist "Europa" "auch mehr als nur eine Gemeinschaft von mehreren Hundert Millionen Menschen, die auf einem Territorium leben - "Europa" ist gleichsam eine exterritoriale Gemeinschaft, die in einer neuen Welteinstellung wurzelt." Das Heimweh nach Europa ist als Suche nach der eigenen Identität im Rahmen eines "virtuellen Europa" zu verstehen, wo der Begriff "Balkan" nicht mehr den Beiklang von Barbarei, von Provinz und asiatischer Steppe hat.

      Vor Jahren hatte ich einen Aphorismus verfasst, der mir zur Situation der bulgarischen Literatur im Umbruch zu passen scheint: "Im Sozialismus weiss man alles von der Zukunft, nichts von der Gegenwart, und die Vergangenheit ist Staatsgeheimnis." Heute gilt es, die unbekannte eigene Gegenwart zu erforschen und sie literarisch zu verarbeiten, auf dass sie gesellschaftlich vermittelt und so bewältigt werden könnte. Ein möglicher Ausweg zur Wiederfindung der in der Diktatur verlorenen kulturellen Identität ist die Wiederherstellung des natürlichen Spannungsfeldes der geistigen Einflüsse von Russland und Europa, jedoch unter Einbeziehung von Einwirkungen durch den Mittelmeerraum: Griechenland, Italien, Spanien. Denn Bulgarien, wie auch andere ehemalige sozialistische Länder, die mehrere Jahrzehnte lang unter "russischer Hypnose" gestanden haben, ist von der geistigen Entwicklung Europas zurückgeblieben und es gibt wieder Vieles nachzuholen. Erst dann wird das literarische Leben Bulgariens durch die verschiedensten kulturellen Einwirkungen geprägt, die einander durchdringen; erst dann entfaltet es sich wieder voller Widersprüchen und verläuft wieder sprunghaft und chaotisch, also durchaus normal.







Wenzeslav Konstantinov, Auf der Suche nach der verlorenen Identität.
Bulgarische Literatur im Umbruch

- Universität Bern, Schweiz, 1992.



© Wenzeslav Konstantinov, 1992

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